Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Chirurgie der inneren Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere)

Schilddrüse

Häufige Veränderungen in der Schilddrüse sind Gewebsknoten oder Zysten, welche mit einer Fehlfunktion der Schildrüsen­hormon­produktion einhergehen. Seltener kommen generalisierte Entzündungen (z.B. Basedow Krankheit) vor. Die Frage, ob eine Operation angeraten ist, ergibt sich aus der Zusammenschau der Befunde aus Szintigraphie (nuklear­medizinische Funktions­unter­suchung), Ultraschall, den Blutwerten und den Beschwerden des Patienten. Die Operation kann mit dem Ultraschall­skalpell sicher und blutarm durchgeführt werden. Im Rahmen der Operation wird der Stimmbandnerv mit Hilfe des computer­gesteuerten Neuro­monitorings identifiziert und sicher geschont. Zweifelhafte Befunde lassen sich während des Eingriffs mit der Schnellschnitt­mikroskopie klären. Auf die Einlage von Wund­drainagen wird meist verzichtet, der Wundverschluss erfolgt mit selbst­auflösendem Naht­material.

Nebenschilddrüse

Die krankhafte Überfunktion der Nebenschilddrüsen kann auf eine Gewebs­wucherung (Adenom) eines der vier Neben­schild­drüsen­körperchen oder auf eine reaktive Vergrößerung aller vier Organ­anteile (z.B. bei Patienten mit dialyse­pflichtigem Nierenversagen) zurück­zuführen sein. Über den gleichen Schnitt wie bei einer Schild­drüsen­operation werden, je nach Befund, das Adenom oder alle vier Neben­schilddrüsenkörperchen entfernt. Die Sicherung der Diagnose erfolgt während der Operation durch Schnell­schnittmikroskopie. Im Falle der vollständigen Nebenschild­drüsenentfernung wird die Funktion durch die Einnahme von aktiviertem Vitamin D3 ersetzt.