Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Erkrankungen der Bauspeicheldrüse und der Leber

Bauchspeicheldrüse

Die Notwendigkeit zur Operation ergibt sich, neben den meist bösartigen Tumoren, bisweilen aus den Folgen einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Je nach Stadium der Erkrankung und möglicher Komplikationen stellen medikamentöse, endoskopische und operative Behandlung bei der chronischen Pankreatitis einander ergänzende Maßnahmen dar. Sind die Möglichkeiten der endoskopischen Behandlung erschöpft, so kommen z.B. Drainageverfahren mit breiter Verbindung des Drüsenkörpers oder Zysten mit dem oberen Dünndarm oder Teilentfernungen des Organs infrage. Ist die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes notwendig, so wird der Magen erhalten und auf diese Weise ein verbesserter Ernährungsstatus erreicht (pyloruserhaltende Whipplesche Operation). In jedem Fall werden vor einer Operation Befund und geplante Maßnahmen in der interdisziplinären Konferenz mit Gastroenterologen und Radiologen diskutiert.

Leber

Teilentfernungen der Leber können bei Tumoren der Leber selbst, bei Absiedlungen von bösartigen Tumoren anderer Organe (Metastasen) sowie Zysten (als Folge von Missbildung und Verletzung oder Infektion mit Hunde- oder Fuchsbandwurm) und gutartigen Gefäß- und Lebertumoren (Hämangiome, Adenome) notwendig werden.

Im Rahmen der Operationsplanung werden Ausdehnung und Art des Leberbefundes mit Ultraschall, Computertomographie, ggf. Punktion und Magnet­resonanz­tomo­graphie beurteilt. Bei gesunder Restleber können, je nach Ausdehnung des Befundes, bis zu 2/3 des Organs komplikationslos und ohne wesentliche Folge­erscheinungen entfernt werden. Intraoperativer Ultraschall, Edelgaskoagulation (Argon-Beamer), Ultraschallskalpell und Fibrinklebung sind die apparativen Hilfs­mittel um bei schwierigen anatomischen Situationen eine vollständige Tumor­entfernung zu garantieren und die Schnittfläche der Leber blutungsfrei zu versiegeln.

Für chirurgisch nicht zu entfernende Leberherde steht alternativ die sogenannte Thermofrequenzablation zur Verfügung. Hierbei wird der betreffende Leberbefund mit einer dünnen Sonde punktiert und das krankhafte Gewebe durch Hitzeeinwirkung zerstört. Diese Prozedur kann sowohl am offenen Bauch während der Operation wie auch mit örtlicher Betäubung unter Ulltraschall- oder CT-Kontrolle durchgeführt werden.