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Gynäkologie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Erkrankungen der Gebärmutter

Blutungsstörungen können verschiedene hormonelle oder organische Ursachen haben. Je nach Ursache gibt es verschiedene Therapieoptionen. In manchen Fällen kann eine medikamentöse Therapie mit einem Hormonpräparat helfen. Die Blutungen können auch durch eine Fehlfunktion der Gebärmutterschleimhaut ausgelöst werden. Bei abgeschlossener Familienplanung ist in einem solchen Fall eine Abtragung und Verödung der Gebärmutterschleimhaut ratsam. Nach hormoneller Vorbehandlung, die ambulant durchgeführt wird, wird mit dem sog. Rollerball die Uterusschleimhaut zerstört und mit einer Elektroschlinge abgetragen. Vorher muss sichergestellt sein, dass die Ursache der Blutungsstörung kein Krebs bzw. keine Vorstufe des Krebses ist.

Ist eine histologische Abklärung der Blutungsstörung notwendig, erfolgt eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und Kürettage (Ausschabung der Gebärmutter). Ist für die Blutungsanomalie eine gutartige Muskelgeschwulst (Myom) verantwortlich, kann man dieses Myom, je nach Lage, operativ entfernen. Meist geschieht dies minimalinvasiv durch eine Laparoskopie oder Hysteroskopie.

Letztlich kann aber auch die Entfernung der Gebärmutter bei verschiedenen Erkrankungen notwendig werden:

  • Gutartige Muskelgeschwülste der Gebärmutter (Myome)
  • Starke therapieresistente  Blutungsstörungen
  • Senkung der Gebärmutter, Gebärmuttervorfall
  • Krebserkrankung der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses

Operationsmethoden

In der Park-Klinik Weißensee werden jährlich rund 350 Gebärmutterentfernungen durchgeführt. Die Entfernung der Gebärmutter kann über verschiedene Zugangswege erfolgen. Die Entscheidung, welche Technik im Einzelfall sinnvoll ist, muss von der vorliegenden Erkrankung, der Gebärmuttergröße und den anatomischen Gegebenheiten abhängig gemacht werden.

Für die Mehrzahl der Patientinnen ist eine vaginale Operation geeignet. Bei der vaginalen Hysterektomie wird die Gebärmutter komplett von der Scheide aus entfernt. Bei Verdacht auf Veränderungen am Eierstock oder Verwachsungen kann die vaginale Operation mit einer Bauchspiegelung kombiniert werden (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie, kurz: LAVH). Wenn es die Erkrankung erlaubt, können wir den Gebärmutterkörper über eine Bauchspiegelung entnehmen und den Gebärmutterhals dabei erhalten (laparoskopische suprazervikale Hysterektomie, kurz: LASH).

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Gebärmutter vollständig laparoskopisch zu entfernen (totale laparoskopische Hysterektomie, kurz: TLH). Vaginale, laparoskopische und vaginallaparoskopisch kombinierte Verfahren haben den Vorteil, dass die postoperative Erholungszeit kürzer ist, da kein Bauchschnitt erfolgte. Aber bei stark vergrößerter Gebärmutter oder bei einer Krebserkrankung muss über einen Bauchschnitt operiert werden.