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Schwerhörigkeit

Therapie von Ohrerkrankungen

Zunehmende Schwerhörigkeit kann verschiedene Ursachen haben, wobei die Innenohrschwerhörigkeit von der Mittelohrschwerhörigkeit unterschieden wird.

Bei der Mittelohrschwerhörigkeit, häufig ausgelöst durch chronische Mittelohrentzündungen, Oto-sklerose (Erkrankung des Knochens, der das Innenohr umgibt) sowie bei angeborenen Fehlbildungen oder Kopfverletzungen ist die Schallübertragung vom Trommelfell zum Innenohr eingeschränkt.

Chronische Mittelohrentzündungen können mit minimal invasiven mikrochirurgischen Techniken gut behandelt werden. Hierbei werden die entzündeten Mittelohrbestandteile, schadhaft und/oder fehlende Teile der Gehörknochen durch moderne Mittelohrprothesen aus Reintitan ersetzt. So werden die chronischen Entzündungsprozesse gestoppt, die Beschwerden lassen nach und das Gehör verbessert sich deutlich. Gleiches gilt für die Steigbügeloperation. Auch hier führen modernste Prothesen aus Reintitan zu sehr guten Langzeitergebnissen.

Eine einfache Untersuchung, zusammen mit einigen Hörtests reicht aus, um eine Schwerhörigkeit sicher einzustufen und die Behandlungsstrategie darauf abzustimmen.

Bei einer Innenohrschwerhörigkeit liegt ein Problem im Bereich des Hörnervs bzw. der Sinneszellen vor. In einem frühen Stadium kann das Sprachgehör durch eine fachgerechte Hörgeräteversorgung verbessert werden. Leider bringt dies bei mittel- und hochgradiger Schwerhörigkeit nicht immer zufriedenstellende Ergebnisse, zumal Hörgeräte nicht von jedem vertragen werden. Eine gute Alternative sind in diesen Fällen knochenverankerte Hörgeräte (BAHA="Bone Ancored Hearing Aid"), teilimplantierbare Hörgeräte oder auch Cochlear Implantate.