Neurologie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Demenz

Eine Demenz bezeichnet den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit, vor allem der Gedächtnisleistung und des Denkvermögens. Betroffene haben Schwierigkeiten, neue gedankliche Inhalte aufzunehmen und wiederzugeben. Später lassen das Sprach- und Rechenvermögen nach und Teile der Persönlichkeit verändern sich. Alltagsaktivitäten wie Waschen, Kochen oder Einkaufen gelingen nur eingeschränkt und im weiteren Verlauf oft gar nicht mehr. Die Betroffenen können aggressiv oder enthemmt werden, depressiv oder in ihrer Stimmung sprunghaft. Für Angehörige und Pfleger kann dies erhebliche Probleme und eine hohe Belastung bedeuten.

Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Form der Demenz. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen, vorwiegend Frauen. Die Ursache der Alzheimer-Demenz ist nicht vollständig geklärt. Typisch sind bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn. Von einigen Faktoren weiß man heute, dass sie die Entstehung der Alzheimer-Erkrankung fördern. Die Erkrankung verläuft meist kontinuierlich schleichend, bis zur völligen Pflegebedürftigkeit. Für die Diagnose ist eine neuropsychologische Untersuchung und die Computertomografie des Gehirns entscheidend. Bisher gibt es keinen einzelnen Test zur sicheren Bestätigung der Diagnose. Wichtig ist daher, andere eventuell heilbare Formen der Demenz auszuschließen, bevor man sich auf die Diagnose "Morbus Alzheimer" festlegt. Eine Heilung gibt es derzeit nicht, aber durch gute Betreuung und Medikamente lässt sich der Verlauf verzögern.