Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Thoraxchirurgie in offener und thorakoskopischer Technik (Tumor, Pneumothorax)

Pneumothorax

Vorzugsweise bei schnell wachsenden Jugendlichen und großen, aber sehr schlanken jungen Erwachsenen werden vereinzelte überblähte Lungenbläschen in den Lungenspitzen beobachtet. Platzt ein solches Bläschen, so gerät Luft in den Spalt des Rippenfells und die Lunge fällt zusammen (Pneumothorax). Der Betroffene verspürt meist einen stechenden Schmerz, gefolgt von zunehmender Atemnot. Dieser Notfall bedarf der sofortigen Behandlung mit einer Drainage (Bülaudrainage), die unter lokaler Betäubung eingelegt wird. Tritt ein Pneumothorax zum wiederholten Mal auf, so kann im Rahmen einer Brusthöhlenspiegelung (Thorakoskopie) die betroffene Lungenregion entfernt und die Leckage dauerhaft verschlossen werden.

Tumor

Bei allen bösartigen Tumoren wird der jeweilige Fall im Rahmen der regelmäßigen interdisziplinären Konferenzen mit Internisten (Onkologen), Radiologen, Intensivmedizinern und Chirurgen diskutiert und vor der Operation ein individueller Therapieplan erstellt. Je nach betroffenem Organ und Tumorstadium kommen vor- oder nachgeschaltete Chemotherapie oder Bestrahlung zur Anwendung. Diese Behandlungen lassen sich oft ambulant durchführen, sodass der Patient nur zur eigentlichen Tumoroperation stationär aufgenommen werden muss. Unklare Befunde werden während einer Operation mit Hilfe von Schnellschnitten mikroskopisch untersucht und geklärt.